

Willkommen in einer völlig anderen Tierwelt!
Hier fliegen Zugvögel mit Lufthansa, gewinnen Katzen Poker-Spiele gegen Hunde, und ist die Savanne ein Restaurant, in dem alle Kunden auf der Karte stehen.
„Mark Britton ist tierisch gut drauf!“ (Köln Stadt Anzeiger)
In seinem neuen Programm taucht Deutschlands witzigster Engländer ab in die Welt der Tiere. In neunzig Minuten vom Einzeller zum homo sapiens und zurück.
- Warum werden freilaufende Hühner immer dekadenter?
- Sind Haie die Skinheads der Weltmeere??
- Leiden Pandas unter Erektionsstörungen oder sind sie nur sehr wählerisch?
Verblüffende Parallelen tun sich auf, wenn der begnadete Kabarettist und Meister des visuellen Humors das Jagdverhalten afrikanischer Löwinnen den Shopping-Ritualen konsumfreudiger Mitteleuropäerinnen gegenüberstellt.
Im Zentrum von Wildlife steht der Mensch der Affe, der Glück hatte und die Debatte zwischen Evolutions-Theorie,
Wie hat Rainer Calmund es geschafft,
König der Nahrungskette zu werden?
Schöpfungs-Theorie,
Warum hat Gott der Menschheit die Erde geschenkt? Es ist, als wenn man einem Stachelschwein einen Luftballon gibt.
und eine Alptraum-Vision unserer Zukunft.
Letztes Jahr gaben wir mehr Geld für Viagra und Brustimplantate aus als für die Erforschung von Alzheimer. In fünfzig Jahren wird die Welt voller Rentner sein, die gigantische Titten und Ständer besitzen, aber völlig vergessen haben, was man mit den Dingern tut.
Die Kritik zum Auftritt in Friedrichshafen am 06.08.2006 von Carmen Reiser im "Südkurier":
Britton ist erfrischend anders. Stellen sich andere Künstler zwei Stunden lang auf denselben Fleck auf der Bühne und referieren mit sich ständig wiederholenden Phrasen Geschichten, die die Welt nicht braucht, so begeistert er mit ganz unkonventionellen Themen sein Publikum. Keine Frage, er schafft es, sich aus der beinahe homogenen Masse von Comedians abzuheben.??Wie sonst käme einer auf die Idee, einen Comedy-Abend über Tiere zu veranstalten? Und dabei bleibt Britton sich und seinem Thema treu. Nach kurzen Ausflügen in die Menschenwelt findet er immer wieder zu den Tieren zurück.
Mit Mimik, Gestik und Lauten haucht Mark Britton jeder Tierart Leben ein und lacht sich selbst krumm darüber, wenn er einen Panda wie einen Affen brüllen lässt. Auch sonst vertritt der Wahl-Kölner ganz neue Ansichten über die Tierwelt. So haben die freilaufenden Hühner sowieso alle Rechte. Mit ihrem Druckmittel, dem Eierlegen, können sie von ihrem Ökobauern alles verlangen: Geld, Konzertkarten, Alkohol und den Traktor für aufregende Spritztouren. Doch nicht nur die heimischen Tiere werden von dem 48-Jährigen auf die Schippe genommen. Die afrikanische Savanne ist in Wirklichkeit sein Jagdrevier. Dort legt Britton sich auf die Lauer und hält nach speziellen Geräuschen und Auffälligkeiten Ausschau. Dabei trifft er auf die Löwinnen Uschi und Gabi, die gerade dabei sind, Gnus zu jagen die „unmöglichsten und langweiligsten Tiere der Welt“.
Oder aber er findet Comedy-Stoff in ganz alltäglichen Themen: Zum Beispiel findet er Joggen am Bodenseeufer auch sehr spaßig, wenn Mischlingshunde auf einen zugerannt kommen halb Pitbull, halb Terminator. Da bleibt nur die Flucht ins kühle Nass. Als Resultat regt der ulkige britische Akzent noch mehr zum Schmunzeln an.
Doch bei allem Witz kommen hin und wieder ernste Töne von der Bühne. So bezeichnet Britton Zoos als „Guantanamo Bay mit Fütterungszeiten“. Das Schicksal der Tiere liegt ihm sehr am Herzen, denn die Affen langweilen sich zu Tode, das Nilpferd schaut nur stumpfsinnig in die Welt und die Pinguine sind ernsthaft damit beschäftigt, ein Loch zum Südpol zu graben.
Perfekt inszeniert und mit viel Sinn für Situationskomik hat Mark Britton seinem Publikum einen wunderbar komischen Abend geboten. Und erst als auch das letzte Haar schweißgetränkt an seinem Kopf klebte, durfte er sich natürlich nicht ohne grandiose Zugabe von der Bühne begeben.